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Kompetenzfelder

Kompetenzfelder werden sinnvollerweise auf eine größere Gebietseinheit bezogen, um eine möglichst große Anzahl von Unternehmen in den jeweiligen Kompetenzfeldern zu haben. Hier bietet sich die Innovationsregion Ulm an, die neben den Städten Ulm und Neu-Ulm die Landkreise Alb-Donau und Neu-Ulm umfasst.

PROGNOS hat für die Innovationsregion Ulm folgende 5 zentralen Kompetenzfelder definiert: Metall, Maschinenbau, Nutzfahrzeugbau, Logistik und Pharma/Gesundheit. Darüber hinaus gibt es in der Stadt Ulm eine ausgeprägte Konzentration der Messe, Steuer- und Regeltechnik, die als lokales Kompetenzfeld ebenfalls in einer eigenen Rubrik dargestellt wird.

 Download der gesamten prognos-Analyse

Zusammenfassung der prognos Analyse (Seite 3-5)

  • Die Innovationsregion Ulm verfügt über 5 zentrale Kompetenzfelder (Metall 11.500 Arbeitsplätze., Maschinenbau 11.800, Nutzfahrzeugbau 7.900, Logistik 8.100, Pharma / Gesundheit 19.700).
     
  • In den 5 KF waren 2005 in der Innovationsregion rund 59.000 Menschen beschäftigt. Damit arbeiten rund 35 % (Deutschland 26 %) der Gesamtbeschäftigten in der Region in diesen KF. Die Innovationsregion erreicht damit im Bundesvergleich einen deutlich überdurchschnittlichen Beschäftigtenbesatz.
     
  • In den 5 KF nimmt die Innovationsregion bundesweit eine führende Position ein. Lediglich 13 Kreise und kreisfreie Städte (darunter weitgehend Großstädte > 500.000 EW wie Berlin, München, Stuttgart) verfügen absolut gesehen über eine höhere Beschäftigtenzahl im Vergleich zur Innovationsregion.
     
  • Mit rund 20.000 Beschäftigten zählt das KF Pharma/Gesundheit zu den beschäftigungsintensivsten KF der Innovationsregion. Die Innovationsregion erreicht im Vergleich aller Kreise und kreisfreien Städte Deutschland Spitzenpositionen in den KF Metall (bundesweit Rang 8), Maschinenbau (8) und Pharma/Gesundheit (9). Mit Abstand folgen die KF Logistik (Rang 25) und Nutzfahrzeugbau (26).
     
  • Zu den Kernkompetenzen der Innovationsregion zählen nach KF folgende Produkte/Dienstleistungen:

    • Metall: Kupferhalbzeuge, Aluminium-Komponenten, Präzisionsdrehteile
    • Maschinenbau: Werkzeugmaschinen, Förder- und Hebeanlagen, Hydraulik
    • Nutzfahrzeugbau: Busse, schwere Lkws, Baumaschinen, Brandschutz-/Spezialtransportfahrzeuge
    • Logistik: Speditions-, Distributions- und Transportdienste insb. im Landverkehr
    • Pharma/Gesundheit: Herstellung und Vertrieb von Generika und Originalpräparaten (Rheuma, Herz-Kreislauf, Krebs, Darmerkrankungen), Drogeriehandel
       
  • Die Kernkompetenzen der Innovationsregion, die technologische Wettbewerbsfähigkeit und die internationale Ausrichtung wird maßgeblich durch die Präsenz folgender internationaler Key-player bestimmt: weltweit größter Automobilzulieferer (Bosch), größter weltweiter Pharmakonzern (Pfizer), viertgrößte weltweite Generika-Hersteller (ratiopharm), größter europäischer Baumaschinenhersteller (Liebherr), weltweiter Marktführer für Drucksysteme des Bogenoffsetdruckes (Heidelberger Druck), größter weltweiter Omnibus-Hersteller (EvoBus), zweitgrößte Hersteller von LKW in Europa und weltweit größter Hersteller von Drehleitern (Iveco), größtes weltweites Drogeriemarktunternehmen (Schlecker).
       
  • Neben den Großkonzernen bilden die mittelständischen und weitgehend familiengeführten Unternehmen das wirtschaftliche Rückrad der Region und tragen maßgeblich zur Beschäftigung, Steuerkraft und zur Standortssicherung bei.
     
  • Die Innovationsregion und die 3 Teilregionen zeichnen sich in den KF durch eine regionale Arbeitsteilung aus. Alle drei Teilregionen verfügen in den KF über vielfältige und unterschiedliche Qualitäten, die durch die Kooperation der Innovationsregion ergänzt werden.
     
  • Ein strategischer Vorteil ist die Besetzung einer breiten Zahl von relativ ausgewogenen KF durch die Innovationsregion. Die breite Ausrichtung, die Besetzung von unterschiedlichen Phasen des Produktlebenszyklus-Prozess und die Bedienung von teilweise unterschiedlichen Nachfragemärkten trägt zur Stabilisierung und Diversifizierung der Wirtschaftsstruktur bei.
     
  • Über produktspezifische Schnittstellen (Wertschöpfungsketten) besteht zwischen den KF Metall, Maschinenbau und Nutzfahrzeugbau der Innovationsregion relative enge Beziehungen, die sich auf Zulieferverflechtungen von Teilen, Baugruppen und Komponenten beziehen. Weitere Verflechtungen bestehen darüber hinaus zu anderen vor- und nachgelagerten Branchen (Bau, Elektrotechnik, Mess-, Steuer-, Regeltechnik). Das KF Logistik sichert den überregionalen Austausch der KF und übernimmt eine wichtige Funktion für den (Groß-) Handel der Region.
     
  • Perspektivisch verfügen die KF Logistik, Pharma/Gesundheit und Maschinenbau über die größten Wachstumsperspektiven. Entsprechend dem Prognos D-Reports 2030 dürften diese KF überdurchschnittliche Wachstumsraten erreichen. Durch schwächere Wachstumsperspektiven in den KF Metall und Nutzfahrzeugbau ist mit Konsoldierungsprozessen zu rechnen.
 

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